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Sea Cloud Cruises

Sea Cloud Cruises - Exklusive Kreuzfahrten für Genießer

Individuelles Reisen auf höchstem Niveau, das ist Sea Cloud Cruises. Was 1979 mit der legendären Sea Cloud begann, wurde in den folgenden Jahren konsequent weiterentwickelt. Heute können die Gäste von Sea Cloud Cruises an Bord von zwei imposanten Windjammern (Sea Cloud und Sea Cloud 2) und zwei luxuriösen Flusskreuzyachten (River Cloud und River Cloud 2) die schönsten Ziele Europas und der Karibik ansteuern. Und das in einer ganz zwanglosen und legeren Atmosphäre, in der Spitzenköche für die kulinarischen Höhepunkte sorgen.
Sea Cloud Cruises
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Sea Cloud
Die SEA CLOUD ist eine wahre Knigin der Meere. Seit sie 1931 in Kiel als Privatyacht erbaut wurde, beeindruckt sie mit ihrer eleganten Erscheinung und ihrer prunkvollen Innenausstattung. Heute ist die Viermastbark als Kreuzfahrtschiff der Extraklasse auf den Weltmeeren zu Hause. Und wer einmal mit ihr im Mittelmeer, in der Karibik oder auch ber den Atlantik gesegelt ist, der kommt immer wieder an Bord. Ihr besonderer Charme ist eben einfach unwiderstehlich...! Ein Meisterwerk der Schiffsbaukunst wird zum schwimmenden Palast. Die heutige SEA CLOUD wurde 1931 nach Plnen des renommierten amerikanischen Konstruktionsbros Gibbs & Cox auf der Germania Werft in Kiel erbaut. Nach ihrem Stapellauf in der letzten Aprilwoche wurde die damals grte private Segelyacht der Welt auf den Namen HUSSAR getauft. In Auftrag gegeben hatte den letzten Neubau einer Viermastbark einer der reichsten Geschftsleute der Wall Street, Edward Francis Hutton. Seine Ehefrau, Marjorie Merriweather Post, Erbin eines riesigen Vermgens und selbst erfolgreiche Geschftsfrau, richtete die Luxusyacht mit dem damals noch schwarzen Rumpf ganz nach ihrem Geschmack ein. Mindestens zwei Jahre widmete sie sich fast ausschlielich dieser Aufgabe. Sie mietete sich dazu ein riesiges Lagerhaus in Brooklyn, machte einen Aufriss der Schiffsinnenrume im Originalmastab und baute dort die liebevoll ausgesuchten Antiquitten so auf, wie diese spter in ihrer eigenen und den sechs brigen Luxuskabinen stehen sollten. Kein Wunder also, dass die Ausstattung der Yacht spter genau ihren Vorstellungen entsprach – und die Gste an Bord aufgrund ihres ganz individuellen Stils bis heute begeistert. Die HUSSAR war zu einem einzigen Zweck gebaut worden: Die Huttons standesgem berall dorthin zu bringen, wo sie ihre Anwesenheit aus Grnden der Reprsentation, des Geschftsinteresses oder einfach aus Spa an Reisen und Abenteuern fr wnschenswert hielten. Mindestens neun Monate im Jahr verbrachte die HUSSAR auf See – und die Huttons steuerten so exotische Ziele wie die Galapagos-Inseln oder Hawaii an. Doch das se Leben unter weien Segeln wurde schon bald berschattet: Die Ehe von Lady Marjorie und Ed Hutton geriet in eine Krise – und im August 1935 lie sich das Paar scheiden. Einen Tag nach der Scheidung berschrieb Ed Hutton die HUSSAR auf den Namen seiner Exfrau, die das Schiff ber alles liebte. Als eine Art Schlussstrich unter ihrer zweiten missglckten Ehe lie Marjorie die Yacht unter einem neuen Namen registrieren: Aus der HUSSAR wurde die SEA CLOUD. Nach der schmerzlichen Trennung von ihrem Mann fand Lady Marjorie schnell Trost bei ihrem alten Freund Joseph E. Davies. Er war ein erfolgreicher Anwalt und nach dem ersten Weltkrieg bei den Friedensverhandlungen in Versailles einer der Wirtschaftsberater von Prsident Wilson gewesen. Die Hochzeit mit Mister Davies am 15. Dezember 1935 gab Marjories Leben eine neue Richtung: Fortan bewegte sich die attraktive Frau nicht nur in den Kreisen der Wirtschaftsmagnaten, sondern in der Welt der Politik und Diplomatie. Anfang 1937 bernahm Davies das Amt des amerikanischen Botschafters in Moskau. Die SEA CLOUD wurde nun als schwimmender (und abhrsicherer) Diplomatenpalast nach Leningrad beordert – und die gesellschaftlichen Verpflichtungen, fr die die SEA CLOUD herhalten musste, nahmen noch einmal deutlich zu. Marjorie verstand es glnzend, Kontakte zur diplomatischen Szene zu knpfen. Die Sowjet-Prominenz nahm ihre Einladungen gern zum Anlass, das westliche Luxusleben nher zu studieren. Und auch eine Reihe gekrnter Hupter waren zu jener Zeit zu Gast auf der SEA CLOUD, darunter Knigin Elisabeth von Belgien. Mit der Zeit jedoch wurden die von Leningrad aus gestarteten Reisen zunehmend bedrohlicher, da die Zahl der Kriegsschiffe in den stlichen Gewssern rapide anstieg. Eine ins Schwarze Meer geplante Fahrt wurde abgesagt, weil dort bereits feindliche U-Boote auf Station gegangen sein sollten. Im Juni 1938 nahm die SEA CLOUD Abschied von der UdSSR und segelte nach Istanbul. Die meisten Gste an Bord der SEA CLOUD gehen achtlos an der kleinen, weien Tafel mit den fnf Messing-Winkeln vorber, die an der Stirnseite des Ruderhauses unterhalb der Brcke verschraubt ist. Nur die wenigsten wissen: Jeder Winkel steht fr ein halbes Jahr aktiven Kriegsdienst fr die USA. Die patriotische Tat der Lady Marjorie und ihres dritten Ehemannes Joe Davies wird vielfach als heroisches Opfer bezeichnet: Anstelle eines Sohnes htte die SEA CLOUD in den Zweiten Weltkrieg ziehen sollen. Doch tatschlich hatte das Ehepaar noch kurz vor Kriegseintritt der USA versucht, sein Schiff zu verkaufen. Zu diesem Zeitpunkt war der Markt fr derartige Luxusgter jedoch schon zusammengebrochen. Die Vereinigten Staaten wurden Ende 1941 durch den berfall der Japaner auf Pearl Harbour in den Zweiten Weltkrieg hineingezogen. Und schon kurz darauf begann die Navy, Privatyachten fr die Verstrkung der Flotte zu akquirieren und fr die U-Boot-Jagd, fr Patrouillenfahrten und fr die Wetterbeobachtung auszursten. Prsident Franklin D. Roosevelt, der mit dem Diplomaten Davies eng befreundet war, hatte den \"Kriegsdienst\" der SEA CLOUD zunchst mit der Begrndung abgelehnt, die Yacht sei viel zu schn fr einen solchen Einsatz. Aber 1942 konnten sich auch die USA sthetische Kategorien dieser Art nicht mehr leisten. Fr den symbolischen Charter von einem Dollar bernahm die Coast Guard die SEA CLOUD, demontierte die Masten und den Bugspriet und lie das Schiff grau anstreichen. Von der imposanten Millionrsyacht war nicht mehr viel brig geblieben. Ausgerstet mit Geschtzen und Anti-U-Boot-Waffen kreuzte sie nun unter dem Namen IX-99 im Seegebiet um die Azoren und sdlich Grnlands. Als schwimmende Wetterstation funkte das Schiff alle vier Stunden aktuelle Daten nach Arlington/Virgina. Whrend alle anderen Yachteigner ihre Schiffe im Krieg verloren oder an die Navy verkauft hatten, war die SEA CLOUD unmittelbar nach dem Kriegsende das einzige private Luxusschiff dieser Gre, das sich noch in Fahrt befand. Bereits am 4. Juli 1946 starteten Joe und Marjorie zusammen mit sieben Freunden zu einer Fahrt zu den Ksten Floridas. Die Segelyacht musste zwar noch ohne ihre Masten auskommen, war aber strahlend wei gestrichen – und ihren Bug zierte wieder der goldene Adler. Im Sommer 1947 wurde die Takelage wieder errichtet. 1949 endlich erhielt die SEA CLOUD einen vollen Satz neuer Segel, die nach dem Krieg selbst fr Millionre schwer zu bekommen waren. Insgesamt dauerte die Wiederherstellung der SEA CLOUD also fast vier Jahre. Voller Aufregung erwarteten Joe und Marjorie in einer der oberen Etage eines Palm-Beach-Hotels schlielich die Rckkehr ihres wiederhergestellten Schiffes. Als es endlich unter vollem Zeug am Horizont auftauchte, bemerkte Joe zu Marjorie: \"Well, Dear – there goes your Baby.\" Selbige machte sich sofort daran, ihr \"Baby\" und damit sich selbst wieder in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses zu manvrieren. Die grte und schnste Privatyacht Amerikas wurde nun meistens vor der Ostkste der USA gesichtet. Joe Davies, der zur Seekrankheit neigte, war es ganz recht, nicht mehr auf Entdeckungsfahrt in wenig bekannte Gewsser gehen zu mssen. Nun konnte er sich ganz auf seine Freundschaften konzentrieren, etwa zu dem Diktator der dominikanischen Republik, Rafael Leonidas Trujillo. Der Diktator wurde hufiger als alle anderen an Bord bewirtet und hatte schon damals ein hchst begehrliches Auge auf die Yacht geworfen. Unterdessen kam Marjorie zu dem Schluss, sie knne die Luxusyacht nicht mehr unterhalten – die Kosten fr die 72 Mann Besatzung waren ins Unermessliche gestiegen. Auch geriet die dritte Ehe der mittlerweile 78jhrigen in die Krise. Und so entschloss sie sich Anfang der 50er Jahre, ihr Schiff zu verkaufen. Monatelang suchte Lady Marjorie fr die SEA CLOUD einen Kufer. Das war das Signal fr jenen Mann, der hufiger als jeder andere als Gast an Bord geladen worden war: Rafael Leonidas Trujillo Montinas, brutaler Staatschef der Dominikanischen Republik. 1955 bernahm Trujillo das Schiff – und gab ihm sogleich einen neuen Namen: ANGELITA. Die Prsidentenyacht wurde vorwiegend als Hausboot genutzt. In die Schlagzeilen geriet sie erst wieder, nachdem Trujillo am 30. Mai 1961 erschossen worden war. Whrend das Land von einer Revolution erschttert wurde, segelte die ANGELITA mit seiner Leiche, einem Teil des Trujillo-Clans und enormen Mengen Bargeld an Bord Richtung Cannes. Kurz vor den Kanarischen Inseln erreichte die ANGELITA ein Funkspruch. Die neue Regierung zwang die Besatzung zur Rckkehr. Das teure Erbstck wurde in PATRIA umbenannt und erneut zum Verkauf angeboten. Fnf Jahre spter kam die PATRIA schlielich wieder in amerikanische Hand. Kufer war die Operation Sea Cruises Inc. mit Sitz in Panama. Ihr Prsident John Blue schickte die ANTARNA – so der neue Name des Schiffes – nach Neapel, um sie dort total berholen zu lassen. Bei der Rckkehr nach Amerika gab es jedoch massiven rger mit den amerikanischen Behrden – und das Schiff wurde einstweilen an die Kette gelegt. Da trat die 26 Jahre junge Stephanie Gallagher auf den Plan. Mit ihrem Mann Charles war sie besessen von der Idee der \"Oceanic Schools\". An Bord von Groseglern sollten Studenten ihre akademischen Studien durch ein Programm auf See ergnzen. „Oceanics“ bezahlte alle offenen Rechnungen und Gebhren. Doch John Blue behielt die Schiffspapiere zurck. Was Stephanie Gallagher aber nicht davon abhielt, in See zu stechen. Von nun an wurde die \"Piratin\" verfolgt. Welchen Hafen die ANTARNA auch anlief, John Blue war schon da, um \"sein\" Schiff zurckzuerobern. In Panama kam schlielich das Ende fr „Oceanics\". Acht Jahre lang war die ANTARNA im Hafen von Coln schutzlos der zerstrerischen Sonne und hohen Luftfeuchtigkeit tropischer Breitengrade ausgeliefert – auch fr eine so stabil gebaute Yacht wie die ANTARNA eine unzumutbar lange Liegezeit. Doch obwohl sie nicht mehr „im Geschft“ war, wurde sie von den Liebhabern stolzer Segelschiffe nicht vergessen. Einer von ihnen war der Deutsche Hartmut Paschberg, Kapitn auf groer Fahrt und Diplomvolkswirt, der zuvor bereits mehreren alten Segelschiffen neues Leben eingehaucht hatte. Er erkannte schnell, dass die ANTARNA trotz erheblicher Mngel eine gute Chance hatte, noch einmal aus ihrer Agonie herausgerissen zu werden. Gemeinsam mit einer Gruppe Hamburger Kaufleute erwarb er die Luxusyacht – und gab ihr als erstes ihren alten Namen zurck: SEA CLOUD. Doch das hrteste Stck Arbeit stand Kapitn Paschburg noch bevor: Er musste seine Neuerwerbung ber den Atlantik holen. Mitte Juli 1978 flog Paschburg dazu mit 38 unternehmungslustigen Mnnern und zwei Frauen nach Coln. Gemeinsam mit panamesischen Arbeitern schufteten sie die nchsten Monate, um die verrottete Yacht halbwegs seetchtig zu machen. Mitte Oktober hie es dann: \"Leinen los!\" – die SEA CLOUD nahm Kurs auf Europa. Und am 15. November 1978 war es schlielich so weit: Die SEA CLOUD lief im Hamburger Hafen ein, wo sie von Tausenden begeistert begrt wurde. Die neuen Eigentmer berkamen beim Anblick ihrer Segelyacht jedoch zwiespltige Gefhle. Schnell wurde klar, dass doch sehr viel mehr Geld zu investieren sein wrde als zunchst geplant. Im Februar 1979 wurde die SEA CLOUD durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Kiel verholt, und die Howaldtswerke-Deutsche Werft AG, Nachfolgerin der Germania-Werft, machte sich an die umfangreichen Instandsetzungs- und Umbauarbeiten. Schon acht Monate spter ging die SEA CLOUD auf ihre erste Kreuzfahrt unter neuer Flagge. Und seitdem ist die prchtige Diva wieder auf den Weltmeeren zu Hause.  
Sea Cloud
 
Sea Cloud II
Mit der SEA CLOUD II ist im Februar 2001 eine Vision zur Wirklichkeit geworden: Wie kein zweites Schiff verbindet sie die zeitlose Eleganz der alten Windjammer mit den hchsten Sicherheitsstandards und dem luxurisen Komfort moderner Kreuzfahrtschiffe. Segelromantiker kommen dabei an Bord voll auf ihre Kosten. Denn die 2.758 Quadratmeter Segelflche auf der SEA CLOUD II werden per Hand gesetzt – genau wie auf ihrem legendren Schwesterschiff, der 70 Jahre lteren SEA CLOUD. Am 6. Februar 2001 war es so weit: Taufpatin Sabine Christiansen lie am Bug der strahlend weien Bark im Hafen von Las Palmas eine Flasche Champagner zerschellen und sprach: „Ich taufe dich auf den Namen ´SEA CLOUD II´”. … Jahre zuvor war der Startschuss fr das Projekt gefallen, der legendren SEA CLOUD eine moderne Schwester zur Seite zu stellen. Doch bis die SEA CLOUD II zu ihrer Jungfernfahrt aufbrechen konnte, musste so manches Hindernis umschifft werden: 1994 bernahmen der Hamburger Kaufmann und Reeder Hermann Ebel und sein Partner Harald Block die legendre SEA CLOUD. Und schon damals war klar: Aus betriebswirtschaftlichen Grnden mssten weitere Projekte hinzukommen; fr ein einziges Schiff war die gesamte Organisation von SEA CLOUD CRUISES einfach zu teuer. Erleichtert wurde die Entscheidung fr ein zweites Schiff zudem durch den sanften Druck der SEA CLOUD-Charterer – die Nachfrage berstieg das Angebot nmlich bei weitem. Der Standard fr das neue Schiff war dabei vorgegeben: Wenn die neue SEA CLOUD II im Popularitts-Kielwasser ihrer legendren Schwester segeln sollte, dann konnte sie nur ein echter Windjammer mit Fnf-Sterne-Luxus an Bord werden. Und noch etwas stand von Anfang an auer Zweifel: Auch das zweite Segelschiff von SEA CLOUD CRUISES sollte ein Rahsegler werden. Denn nur ein solcher Square Rigger beschert den Passagieren an Bord hchste Erlebniswerte. Nach diesen Grundsatzentscheidungen stellten sich dann ganz andere Fragen: Wrde es mglich sein, einen Rahsegler zu konstruieren, der sich mit der denkbar kleinsten Besatzung wrde fahren lassen? Und: Wrde man berhaupt eine geeignete Werft finden, um ein solches Schiff zu vertretbaren Kosten zu bauen? Hermann Ebel und sein Team machten sich auf die Suche. Das Abenteuer SEA CLOUD II hatte begonnen. Die SEA CLOUD II wurde von Anfang an als „echte“ Bark geplant – als dreimastiges Segelschiff mit zwei „vollgetakelten“ Masten und einem Besan. SEA CLOUD CRUISES entschied sich dabei fr ein traditionelles, von Hand bedientes Rigg, wie es Anfang des 20. Jahrhunderts blich war. Bei der Planung orientierte man sich an dem 1908 erschienenen Standardwerk zu diesem Thema von Mittendorf – der bis heute gltigen „Bibel“ fr Rahsegler. Schnell zeigte sich dabei: Der Bau eines solchen Segelschiffes, das auch noch im Passagierverkehr eingesetzt werden soll, ist schon in der Vorbereitungsphase eine komplexe Angelegenheit. Die Bestimmungen des Internationalen Schiffssicherungsvertrages SOLAS spielen dabei ebenso eine wichtige Rolle, wie Brandschutzvorschriften oder die Leckstabilitt. „Wir wurden mit Vorschriften geradezu erschlagen“, erinnert sich Hermann Ebel. Und so fielen die ersten Plne denn auch durch: „Die SEA CLOUD II wre danach vor lauter Fluchtwegen ein schwimmendes Treppenhaus geworden!“ Doch schlielich kam eine klare Linie in das Projekt: Schiffsbauarchitekten zeichneten Rumpf und Rigg; und mit den Inneneinrichtern von Partner Ship Design in Hamburg kam ein weiterer wichtiger Partner ins Team. Schrittweise entwickelte sich die SEA CLOUD II auf den Zeichenbrettern zu einem fertigen Schiff – jetzt musste nur noch die passende Werft gefunden werden. Der erste Partner fr den Bau der SEA CLOUD II war eine finnische Werft. Die Zusammenarbeit lief zunchst erfolgreich an, und so wurde die SEA CLOUD II auch in Finnland geordert. Doch dann gab es Schwierigkeiten: Die hinter der Werft stehende Bezirksregierung konnte oder wollte die notwendigen Bankgarantien fr die zu leistende Anzahlung nicht geben. Die Arbeiten wurden unterbrochen, schlielich wurde die Partnerschaft aufgekndigt. Fr SEA CLOUD CRUISES eine glckliche Fgung, denn kurz darauf musste die Werft Konkurs anmelden. Doch jetzt begann die Suche nach einer Werft von vorn. Schon bald nahm man Gesprche mit der 1925 gegrndete Werft Astilleros Gondan, S.A. im asturischen Figueras auf. Dort hatte man sich in den 25 Jahren zuvor einen hervorragenden Ruf erarbeitet, bis dahin aber noch keinen Kreuzfahrt-Grosegler der Luxusklasse gebaut. Als sich die Werft um den Auftrag fr die SEA CLOUD II bewarb, hatte sie jedoch gerade einen interessanten Neubau auf dem Helgen: Das spanische Marineministerium hatte Astilleros Gondan mit dem Bau eines Segelschulschiffs betraut. Kapitn Bodo Franz, Geschftsfhrer und Technischer Direktor von SEA CLOUD CRUISES, machte sich schon bald auf den Weg, um das knftige Partnerunternehmen vor Ort zu begutachten. Es blieben zwar gewisse Vorbehalte, grundstzlich fiel seine Beurteilung jedoch positiv aus. Und so wurde der spanischen Werft der Auftrag fr den Neubau der SEA CLOUD II erteilt. Die Takelage ist die Seele eines Segelschiffs. Hier entscheidet sich, ob der Mensch fr den Kampf mit Wind und Wellen gut gerstet ist. In Europa sind heute nur noch wenige Konstruktionsbros in der Lage, Grosegler zu beriggen. Denn das dafr notwendige handwerkliche Know-how ist im Computerzeitalter fast ausgestorben. Auf der Suche nach einem geeigneten Partner fr die Takelage der SEA CLOUD II wurde SEA CLOUD CRUISES in Wolgast an der Peene-Mndung fndig. Dort betreibt Bootsbauer Detlev Lll unter dem Namen Navicom ein Konstruktionsbro mit angeschlossener Werft. Die SEA CLOUD II war eine besondere Herausforderung fr ihn und sein Team. Immerhin ging es darum, die grte Bark aller Zeiten zu beriggen. Stck fr Stck wurde in Wolgast von Boots- und Schiffbauern, Schweiern, Drehern und Schlossern das gesamte stehende und laufende Gut hergestellt – eine ebenso verwirrende wie faszinierende Komposition aus gut 20 Kilometer Tauen, Stahldrhten und Kunststoffseilen. Whrenddessen entstanden bei einem Segelmacher in Polen 24 neue Segel. Und auf der spanischen Werft wurden die Masten gebaut. So entstanden zeitgleich in ganz Europa die Teile fr ein gigantisches Puzzle, das nur noch darauf wartete, zusammengesetzt zu werden. Zum Hafengeburtstag 2000, so hatte man es angepeilt, sollte die SEA CLOUD II eigentlich unter vollen Segeln die Elbe heraufkommen. Bis zum Stapellauf des Schiffes im Mrz 1999 lag die Werft auch noch im vorgesehenen Zeitrahmen. Doch dann kam es zu immer neuen Verzgerungen, die schlielich dazu fhrten, dass die SEA CLOUD II erst mit zwlf Monaten Verzgerung abgeliefert werden konnte. Insbesondere beim Innenausbau kam es zu Problemen. Der renommierte Innenausstatter El Corte Ingles verfgte zwar ber Erfahrungen mit Standardausstattungen fr groe Kreuzfahrtschiffe, hatte aber Schwierigkeiten, die individuelle und qualitativ sehr hochwertige Ausstattung fr die SEA CLOUD II zu liefern. Man sah sich deshalb gezwungen, whrend der Bauarbeiten einen Groteil des Personals auszutauschen – was nicht nur viel Geld kostete, sondern noch mehr Zeit. Statt wie geplant Mitte Januar 2000 konnte die Bark deshalb erst am 29. Dezember 2000 bergeben werden – und auch da war sie noch nicht ganz fertig. Die vereinbarte Vertragsstrafe – die Hchstgrenze war auf 120 Tage festgelegt – deckte zwar bei weitem nicht den verursachten Schaden. Doch, so Eigner Hermann Ebel: „Was htten wir machen sollen? Die Alternative, das Projekt aufzugeben, lie unser Stolz einfach nicht zu. Und vor allem: Die Buchungen fr den Neubau liefen gut. ´Augen zu und durch!´ hie deshalb unsere Parole. Der Brauch, ein Schiff zu taufen, ist gerade einmal 300 Jahre alt. Ursprnglich geht er zurck auf eine Mutprobe fr Seeleute, die neu angeheuert hatten. Sie mussten von Deck aus etwa 15 Meter hinab ins Meer tauchen – daraus wurde spter dann das Taufen, das im 18. Jahrhundert von den christlichen Kirchen bernommen wurde; schlielich sollten die Segelschiffe mit Gottes Schutz und Segen die Meere berqueren. Fr die SEA CLOUD II kam am 6. Februar 2001 der groe Tag – zwlf Monate spter als geplant, aber gerade deshalb mit hohem Symbolwert. Denn 70 Jahre zuvor war ihre ltere Schwester, die legendre SEA CLOUD, auf der Germania-Werft in Kiel getauft worden. Am Tag ihrer Taufe lag die SEA CLOUD II nach einer strmischen Atlantikberfahrt blitzblank herausgeputzt am Kai der kanarischen Hafenstadt Las Palmas. Und nach einer nicht weniger turbulenten Flugreise war auch Taufpatin Sabine Christiansen rechtzeitig eingetroffen. Die TV-Talklady war die Wunschkandidatin von Reeder Hermann Ebel – und die Journalistin und SEA CLOUD-Liebhaberin hatte begeistert zugesagt. Angekndigt von ihrem Kollegen, dem langjhrigen Tagesschau-Sprecher Wilhelm Wieben, sprach sie schlielich bei strahlender Sonne die Worte: „Ich taufe dich auf den Namen ´SEA CLOUD II´ und wnsche dir und allen, die mit dir ber die Weltmeere segeln, allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“ – und dann lie Sabine Christiansen mit gekonntem Schwung eine Champagnerflasche am Bug des Schiffes in tausend Scherben zerspringen.  
Sea Cloud II
 
Die RIVER CLOUD ist die wrdige Vertreterin der legendren SEA CLOUD in der Binnenschifffahrt. Wie kein zweites Flusskreuzfahrtschiff paart die 1996 erbaute First Lady auf Europas Flssen den nostalgischen Charme der 30er Jahre mit einem Hchstma an Komfort und Luxus, Service und kulinarischen Genssen. Damit bietet die RIVER CLOUD beste Voraussetzungen fr exklusive Entdeckungsreisen auf den schnsten Flssen und Kanlen Deutschlands, sterreichs, Belgiens und der Niederlande.  
 
River Cloud II
Seit 2001 hat die Flussyacht RIVER CLOUD eine etwas kleinere, aber nicht weniger feine Schwester: Die RIVER CLOUD II – ein schwimmendes 5-Sterne-Hotel, das Sie zu den schnsten Zielen auf Rhein, Main und Donau bis ins Schwarze Meer bringt. Den begeisterten Blicken ihrer Betrachter prsentiert sich die Bella Donna der Kreuzfahrt als ein Traum in Wei. Und unter Deck sorgen helle Hlzer und edle Stoffe fr eine mediterrane Leichtigkeit, die sich auf unvergleichliche Weise mit dem Flair der 30er Jahre verbindet.  
River Cloud II
 
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